0761 3 64 89
Erreichbarkeit:
Mo, Di, Mi 8:00-13:00
und 16:00-18:00 Uhr
Do 8:00-13:00 und
16:00-19:00 Uhr
Fr 8:00-12:00 Uhr

Praxissprechzeiten:
Mo - Mi 08:00-13:00
und 14:00-18:00 Uhr
Do 08:00-13:00 und
14:00-19:00 Uhr
Fr 08:00-12:00 Uhr

Terminanfragen
online stellen

Unsere Leistungen bei 360° Cardio Freiburg:

KARDIOLOGIE

Unsere Praxis bietet ein breites Spektrum modernster kardiologischer Untersuchungs- und Behandlungsverfahren.

Ultraschall des Herzens

Herz-Ultraschall (Echokardiographie):

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens ist ein etabliertes diagnostisches Verfahren zum Erkennen von Herzmuskel- und Herzklappenerkrankungen bei

  • ausgeprägter und neu aufgetretener Leistungsminderung,
  • Atemnot,
  • unklaren Schmerzen des Brustkorbes,
  • Herzrhythmusstörungen
  • langjährigem Bluthochdruck und
  • zur Abschätzung des Risikoprofils vor operativen Eingriffen.

Besonders kommt diese Untersuchung zur Anwendung, um die Größe und Pumpkraft des Herzmuskels, sowie die Funktion und Beschaffenheit der Herzklappen zu beurteilen.

weiterlesen

Dabei erlaubt die 2D- und M-Mode-Echokardiographie die anatomische Darstellung kardialer Strukturen. Mittels der Doppler- und Farbdoppler-Echokardiographie werden Veränderungen am Blutfluss (z. B. bei Verengung einer Herzklappe) erfasst.

Die Untersuchung erfolgt in Rücken-, bzw. Linksseitenlage auf einer speziellen Liege bei freiem Oberkörper und dauert ca. 10 – 15 Minuten. Beim Aufsetzen des Ultraschallkopfes kann ein Druckgefühl entstehen; schmerzhaft ist die Untersuchung in der Regel nicht. Falls doch ein Druckschmerz auftritt, sagen Sie es bitte sofort!

Besondere Vorkehrungen, wie z. B. Nüchternheit, sind nicht zu treffen. Ebenso können Sie danach Ihrer alltäglichen Beschäftigung uneingeschränkt nachgehen.

Zur Auswertung und Dokumentation erfolgt eine repräsentative Speicherung der Echobefunde auf dem Server der Praxis. Die Befunde werden stets mit Ihnen besprochen. Für eine gute Qualitätssicherung werden stichprobenartig Befunde anonymisiert einem Kollegen der Kassenärztlichen Vereinigung zur Mitbeurteilung vorgelegt.

Herz-Ultraschall über die Speiseröhre (transoesophageale Echokardiographie):

Gelegentlich reicht die Ultraschalluntersuchung des Herzens über die Brustwand nicht aus, weil vielleicht ein Detail oder ein bestimmter Abschnitt des Herzens und der Klappen nicht eingesehen werden kann. Trotzdem kann es sehr wichtig sein, diese Details zu erkennen, um eine fundierte Diagnose stellen und eine gute Therapie einleiten zu können.

In einem solchen Fall kann das Herz von der Speiseröhre aus betrachtet werden. Hier liegen nur wenige Millimeter Gewebe zwischen dem Schallkopf und dem Herzen, so dass alle Strukturen besonders deutlich erkennbar sind.

weiterlesen

Hierfür wird nach ausführlicher Aufklärung und Risikoabwägung eine Rachenanaesthesie (Betäubung der Rachenschleimhaut) vorgenommen. Wenn Sie im Hals nahezu nichts mehr spüren, kann der Untersucher eine Sonde bis hinter das Herz schieben, ähnlich wie bei einer Magenspiegelung, wobei die eingesetzte Sonde etwas kleiner ist.

Die Untersuchung dauert dann nur noch wenige Minuten und ist zu keinem Zeitpunkt schmerzhaft. Lediglich ein gewisser Druckschmerz kann im Hals und Rachen auftreten. Ebenso können Sie danach noch geringe Schluckstörungen wegen der Rachenbetäubung haben und sollten noch weitere zwei Stunden keine Getränke und Speisen zu sich nehmen, bis Sie Ihre Zunge wieder voll spüren.

Einschränkungen im Straßenverkehr oder bei sonstigen Verrichtungen sind keine gegeben, es sei denn Sie wünschen ein beruhigendes und schlafförderndes Medikament. Dann dürfen Sie für 24 Stunden nicht am öffentlichen Verkehr teilnehmen und müssen eine Begleitperson zur Untersuchung mitbringen.

Zu dieser Untersuchung kommen Sie bitte nüchtern, d. h. Sie dürfen sechs Stunden vor der Untersuchung weder Getränke noch feste Speisen zu sich nehmen, keine Kaugummis o. ä. kauen und auch nicht Rauchen. Bei Nichtbeachtung kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden, da dann ein erhöhtes Risiko für eine Aspiration (Verschlucken von Magensaft) vorliegt, was zu schweren Lungenentzündungen führen könnte.

Herz-Ultraschall unter Belastung (Stress-Echokardiographie):

Unter Stressechokardiographie wird die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung des Herzens vor, während und nach einer körperlichen Belastung verstanden.

weiterlesen

Primär dient die Stressechokardiographie der Diagnostik und Verlaufs- bzw. Therapiekontrolle einer koronaren Herzkrankheit. Dabei werden die Herzmuskelkontraktionen in den verschiedenen Regionen des Herzens beurteilt. Durch Sauerstoff- und Substratmangel unter der Belastung, kann es zu einer Verminderung der Kontraktionskraft in einem minderdurchbluteten Gebiet kommen, so dass dort die Kontraktilität abnimmt. Damit lassen sich indirekt Durchblutungsstörungen am Herzmuskel erkennen.

Indikationen für die Durchführung einer solchen Untersuchung sind:

  • ein vorausgehend nicht diagnostisch verwertbarer Belastungstest, aber eine für das Krankheitsbild typische Anamnese
  • ein wahrscheinlich falsch positiver Befund beim Belastungs-EKG (z.B. Frauen, digitalisierte Patienten)
  • prognostische Informationen nach Myokardinfarkt (z. B. Diagnostik von Mehrgefässerkrankungen, Detektion von vitalem Myokard) als Erfolgs- und Verlaufskontrolle nach Intervention
  • präoperative Risikoabschätzung (z. B. nicht kardiale Gefässchirurgie)

Die höchste Steigerung des Sauerstoffverbrauches des Herzens wird mittels ergometrischer Belastung erreicht. Hierfür fährt der Patient auf einer Spezialliege in halbsitzender Position Fahrrad und wird vor Beginn der Belastung sowie unmittelbar nach der maximalen Belastung in Linksseitenlage (durch Kippen in Position gebracht) mittels Ultraschall untersucht. Während der gesamten Untersuchung erfolgt eine kontinuierliche Blutdruck- und EKG-Kontrolle.

Die Untersuchung dauert in der Regel ca. 35 Min. Wir bitten Sie evtl. Sportbekleidung mitzubringen. Sie brauchen nicht nüchtern zur Untersuchung kommen. Einen Tag vor der Untersuchung sollten Sie eine eventuelle beta-Blocker Therapie pausieren.

Elektrokardiografie (EKG)

EKG-Registrierung:

Bei der Elektrokardiographie werden Störungen des Reizleitungssystems des Herzens untersucht. Dieses Verfahren kommt zur Anwendung bei

  • Verdacht auf Herzinfarkt
  • unklaren Schmerzen des Brustkorbs
  • Herzrhythmusstörungen
  • Bluthochdruck
  • und zur Beurteilung des Risikoprofils vor Operationen

weiterlesen

Die Untersuchung wird in Rückenlage auf der Arztliege durchgeführt, dabei sollte der Oberkörper und die Waden frei gemacht werden. Zur Ableitung des EKGs werden mit Hautdesinfektionsmittel benetzte Saug-, oder Klebe-Elektroden auf der Brustwand, sowie den Armen und Beinen angebracht. Unter Umständen muß bei starkem Haarwuchs unterhalb der Elektrodenkontakte eine punktuelle Rasur erfolgen.

Während des Registriervorganges sollte der Patient eine entspannte Liegeposition einnehmen und sich nicht bewegen. Die Atmung wird durch die Registrierung nicht beeinflusst. Bei Bedarf bzw. auf Anforderung erfolgt nach der Registrierung eine Blutdruckmessung.

Das EKG wird noch während Ihres Praxisbesuches befundet und bei Auffälligkeiten mit Ihnen besprochen.

Belastungs-EKG (Ergometrie):

Neben der Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit sind die diagnostischen Möglichkeiten des Belastungs-EKG die Erkennung und Quantifizierung belastungsabhängiger Herz-Kreislauf- oder Herzrhythmusstörungen. Eingesetzt wird die Untersuchung zur

  • Diagnostik, Risikobeurteilung und Prognose einer koronaren Herzkrankheit (artherosklerotisch veränderte und verengte Herzkrangefäße)
  • nach Myokardinfarkt
  • bei asymptomatischen Patienten ohne bekannte koronare Herzkrankheit
  • vor und nach Revaskularisation (Wiederherstellung der Durchblutung durch eine Stent-Implantation, oder Bypass Operation)
  • bei Klappenfehlern
  • bei Rhythmusstörungen

weiterlesen

Nicht eingesetzt werden darf diese Untersuchungsmethode bei akuten Erkrankungen oder bekannten schweren Veränderungen des Herzkreislaufsystems.

Nach kurzer Aufklärung und Besprechung setzt sich der Patient mit freiem Oberkörper auf ein Fahrrad oder begibt sich auf ein Laufband. Dann werden EKG-Elektroden (evtl. Rasur) und eine Blutdruck-Manschette angebracht, die während der gesamten Untersuchung EKG-Veränderungen oder Blutdruckschwankungen registrieren. Die Belastung wird je nach Alter, Geschlecht und Vor-, Begleiterkrankungen bei 25 bzw. 50 Watt begonnen. Es erfolgt dann eine zügige Steigerung der Belastung in drei bis vier Stufen von jeweils 3 min bis zum Erreichen von definierten, objektiven oder subjektiven Abbruchkriterien; angestrebt wird eine maximale Ausbelastung (d.h. die zu erwartende Herzfrequenz in Abhängigkeit vom Alter sollte erreicht werden).

Bei Auftreten von Beschwerden, deutlichen EKG-Veränderungen, Blutdruckschwankungen oder Herzrhythmusstörungen, wird die Untersuchung sofort abgebrochen. Während der Untersuchung ist stets ein Arzt zugegen. Die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer Ergometrie ohne Komplikationen dauert ca. 30 min pro Patient. Eine Gabe von Medikamenten ist nicht vorgesehen, nur im Fall von Beschwerden muss gegebenenfalls direkt behandelt werden.

Langzeit-EKG-Registrierung

Bei der Ermittlung von Herzrhythmusstörungen ist manchmal die Registrierung der elektrischen Ströme über einen Zeitraum von 24 Stunden oder mehr erforderlich. Die Langzeit-EKG-Registrierung kommt bei folgenden Indikationen zur Anwendung:

  • Verdacht auf kardial bedingte, intermittierende zerebrale Störungen (Durchblutungsstörungen des Kopfes, die durch Herzerkrankungen ausgelöst sind, wie z. B. extrem niedriger Puls [< 35/min])
  • wiederkehrende kurzzeitige Episoden von Herzrhythmusstörungen (intermittierende oder paroxysmale Tachykardien)
  • Überwachung von Schrittmacherpatienten bei Verdacht auf Schrittmacherdysfunktion.
  • Untersuchung von Patienten mit Verdacht auf Herzkrankheiten

weiterlesen

Zur Registrierung werden dem Patienten auf der Brustwand – möglichst an muskelarmen Stellen – drei Elektroden aufgeklebt. Diese sind per Kabel an ein kleines Aufzeichnungsgerät und einen Aufzeichnungs-Chip angeschlossen. Diese Elektroden dürfen über den Registrierungszeitraum von 24 Stunden nicht entfernt werden. Das Gerät ist batteriebetrieben und kann einfach z. B. um den Hals getragen werden.

Zur optimalen Auswertung wird der Patient gebeten, ein Tagesprotokoll zu führen. Es sollten Ereignisse wie Schlafenszeiten, körperliche Bewegung u. a. aufgeführt werden.

Nach dem Anlegen wird das Gerät eingeschaltet und die korrekte Registrierung mit Hilfe des „Controllers“ überprüft. Der Patient wird auf Besonderheiten und Wissenswertes beim Tragen des Langzeit-EKG-Gerätes hingewiesen. Dabei wird besonders erwähnt:

  • Mobilisation/Bewegung ist möglich, auch erwünscht
  • Bei bemerkten Herzbeschwerden sollte eine Notiz mit Uhrzeit auf dem mitgegebenen Tagesprotokoll erfolgen
  • Elektroden und Aufnahmegerät sollten nicht mit Wasser oder Flüssigkeiten in Kontakt kommen
  • Neuen Klebeelektroden können bei Bedarf angebracht werden. Zu diesem Zweck erhält der PatientReserve-Klebeelektroden
  • Es wird erklärt wie die Elektroden nach Ablauf der 24 Stunden Registrierzeit abgenommen werden können
  • Der Patient wird für eventuelle Rückfragen über die Telefonnummer der Langzeit-EKG-Ambulanz informiert
  • Terminvereinbarung zur Geräteabnahme nach Ablauf der Registrierung

Die Auswertung kann sofort erfolgen und wird dem zuweisenden Kollegen nach einigen  Tagen übermittelt. Sie erfolgt als Ereignisauswertung durch das automatische Auswertungssystem und anhand des durch den Patienten geführten Ereignisprotokolls direkt im Anschluss an die Registrierung.

Ein besonderes Langzeit EKG ist die custo-watch®. Dieses Langzeit-EKG wird wie eine Pulsuhr getragen und zeichnet insbesondere bei sportlichen Aktivtäten das EKG exakt auf. Daher wird dies bei Herzrhythmusstörungen bei Sport angelegt. Dieses Langzeit-EKG ist keine Leistung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Herzschrittmacher und Defibrillatorkontrolle

Herzschrittmacherkontrolle:

Bei Funktionsstörungen im elektrischen Leitungssystem des Herzens kann es zu einem zu langsamem Herzschlag bis zum totalen Ausfall kommen. Bei diesen Erkrankungen kann es notwendig sein, einen Ersatz der „defekten Leitungen“ herzustellen. Dies geschieht durch die Anlage („Implantation“) eines Herzschrittmachers.

Ein implantierter Defibrillator (ICD) kann durch Abgabe von gezielten elektrischen Stromstößen gefährliche Rhythmusstörungen wie Kammerflimmern in der Herzkammer beenden und dabei einen plötzlichen Herztod verhindern. Diese Geräte besitzen immer auch eine Schrittmacherfunktion wie ein regulärer Herzschrittmacher.

Um die Funktionen der verschiedenen elektrischen Geräte (Schrittmacher, ICD und CRT) zu warten und gegebenenfalls anzupassen, ist es erforderlich, dass regelmäßige Kontrollen (Abfragen) stattfinden.

weiterlesen

Der Patient legt sich auf eine Liegen, es wird ein Abfragekopf auf die Stelle des Brustkorbs gelegt, an der das Gerät unter der Haut liegt. Die Abfrage dauert ca. 10 Minuten. Hier wird u.a. die Batterie überprüft, um die Laufzeit des Gerätes zu bestimmen. Es werden Tests gemacht, um die Einzelfunktionen der Geräte zu kontrollieren, um den Stromverbrauch zu optimieren und um Anpassungen an den individuellen Bedarf vorzunehmen. Bei ICD oder CRT-D Geräten werden auch aufgetretene Rhythmusstörungen analysiert. Bei der Abfrage kann es gelegentlich zu einem „Stolpern“ oder „Aussetzern“ des Pulses kommen; dies ist notwendig, um die Tests regelrecht durchführen zu können. In der Regel treten jedoch keine Beschwerden durch die Abfrage auf. Üblicherweise erfolgen diese Abfragen alle 6 – 12 Monate.

Unsere Praxis kontrolliert aktuell nur Geräte der Firma Medtronic und Biotronok, eine Ausweitung auf weitere Hersteller ist geplant. Bitte bringen Sie immer Ihren Geräteausweis und aktuellen Medikationsplan zur Abfrage in der Praxis mit um die Untersuchung reibungslos für Sie gestalten zu können.

Für alle Patienten mit implantierten elektronischen Geräten (Schrittmacher, ICD und CRT) gilt es einige Dinge im Alltag zu beachten. Selten kommt es zu Problemen am Aggregat. Hier sind vor allem Verlagerungen (Verrutschen) des Aggregats und Entzündungen an und in der Tasche zu beachten. Sie sollten selbst im Spiegel die Stelle, an der das Gerät platziert ist, regelmäßig beobachten und jede Veränderung im Zweifel von einem erfahrenen Arzt begutachten lassen.

Es gibt verschiedene Störquellen in der Umwelt, die beachtet werden müssen. Starke elektrische Quellen und Magnetfelder sind in der Lage den implantierten Geräten falsche Signale zu übermitteln, die wiederum Fehlfunktionen auslösen können. Solche Quellen sind jedoch nur selten unbemerkt vorhanden. Ein oft genanntes Beispiel sind die Metalldetektoren an Sicherheitsschleusen (z. B. am Flughafen). Diese stellen erst dann eine Gefahr dar, wenn Patienten darin stehen bleiben. Aus Sicherheitsgründen wird dies aber prinzipiell vermieden. Hier ist der Ausweis des Gerätes vorzulegen. Weitere Hinweise zum Verhalten erhalten sie auf den Homepages der Gerätehersteller oder auf Nachfrage gerne auch in unserer Praxis.

Eine weitere Form der „elektrischen Therapie“ des Herzens ist die Resynchronisationstherapie (CRT). Sie stellt meistens eine Kombination aus einem komplexen Herzschrittmacher und einem ICD dar. Sie findet Anwendung bei Patienten mit einer Herzschwäche und Verzögerung der elektrischen Leitung in den Herzkammern (Linksschenkelblock). Durch zwei Elektroden zu den Kammern wird der Ablauf der Kontraktion (Zusammenziehen) des Herzmuskels verbessert.

Schlafapnoe-Screening

Die Polygraphie (Schlafapnoe-Screening) dient der Erkennung von schlafbezogenen Atemstörungen und wird daher über Nacht getragen. Dabei wird mittels Nasenbrille die Atmung überwacht, mit einem Fingerclip (Pulsoxymeter) die Sättigung der roten Blutkörperchen mit Sauerstoff gemessen, durch Sensoren die Bewegung von Bauch, Brustkorb und die Lage registriert.

Das Gerät wird ihnen am späten Nachmittag in der Praxis erklärt, individuell vorbereitet und zum selbst Anlegen mit nach Hause gegeben. Eine Stunde bevor Sie zu Bett gehen, legen Sie das Gerät an und nehmen es am Morgen nach dem Aufstehen wieder ab. Dabei sollte die Schlafzeit mindestens 6 Stunden betragen.

Nach der Rückgabe in der Praxis wird das Gerät ausgelesen, anhand einer Auswertungssoftware analysiert und von einem der Ärzte ausgewertet.

Schwerpunktsprechstunden

Sportkardiologie:

Herzinsuffizienz:

Schwer einstellbare Hypertonie:

Langzeit-Blutdruckmessung:

Die Langzeit-Blutdruckmessung ist eine Methode um Blutdruckveränderungen über einen Zeitraum von 24 Stunden zu ermitteln.

Diese Untersuchung wird mittels einer Blutdruckmanschette durchgeführt, die über 24 Stunden an einem Arm verbleibt. Sie ist mit einem Aufzeichnungsgerät verbunden, das der Patient für den gesamten Zeitraum mit sich trägt. Alle 30 – 60 Minuten wird eine Druckmessung durchgeführt und registriert. Bei den Blutdruckmessungen kann ein Druckgefühl am Arm entstehen, sie sind insgesamt aber schmerzfrei und werden ohne zusätzliche Medikamentenapplikation vorgenommen. Besondere Vorkehrungen sind seitens des Patienten nicht zu treffen, er sollte allerdings das Gerät nicht abnehmen und seinem normalen Tagesablauf nachgehen.

Nach ausführlicher Aufklärung nimmt der Patient eine sitzende Position ein und entkleidet seinen linken Oberarm. Daran wird eine größenangepasste Blutdruckmanschette angelegt. Die Manschette wird mit einem Aufzeichnungsgerät (Monitor) verbunden. Dieser kann umgehängt oder am Gürtel angebracht werden. Die Registrierung erfolgt über einen Zeitraum von 24 Stunden. Messungen erfolgen tagsüber halbstündlich, ab 22h00 stündlich. Alle gemessenen Werte werden gespeichert.

Nach dem Anlegen wird das Gerät eingeschaltet und durch eine Probemessung auf korrekte Funktion überprüft. Der Patient wird im Folgenden auf Besonderheiten und Wissenswertes beim Tragen des Langeit-Blutdruckmessgerätes hingewiesen. Dabei wird besonders erwähnt, dass Bewegung möglich und auch erwünscht ist. Nicht nur bei besonderen Aktivitäten (Bewegung, Schlafen, emotionalem Stress, u. a.) sondern auch bei bemerkten Herzbeschwerden sollte eine Notiz mit Uhrzeit auf dem mitgegebenen Tagesprotokoll erfolgen.

Die Manschette und das Aufzeichnungsgerät (Monitor) sollten nicht mit Wasser/Flüssigkeiten in Kontakt kommen. Nach 24 Stunden kann die Manschette zu Hause oder in der Praxis wieder abgenommen und zur Auswertung gebracht werden

Zur Auswertung wird das Aufnahmegerät an einen PC angeschlossen, über den die aufgezeichneten Messwerte ausgedruckt werden. Die Auswertung kann sofort erfolgen und wird in der Regel nach einigen Tagen dem zuweisenden Kollegen weitergeleitet.

SPORTMEDIZIN

Die internistische Sportmedizin beschäftigt sich unter anderem mit der Früherkennung von Risiken bei der Sportausübung und Beurteilung der Sporttauglichkeit. Als empfohlene Sportmediziner der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin bieten wir Ihnen qualifizierte Sportgesundheits- untersuchungen, Leistungsdiagnostik und Trainingsberatung für ein individuell angepasstes optimales Training an.

Sportanamnese und körperliche Untersuchung
Belastungsuntersuchung auf dem Fahrrad oder Laufband
Laktatleistungsdiagnostik

Egal ob Patient, Bewegungs-Wiedereinsteiger oder Leistungssportler: Die Laktat-Leistungsdiagnostik ist ein optimales Mittel, um effektiv zu trainieren. Aus den Ergebnissen des Leistungstests können wir Ihre individuelle Ausdauerleistungsfähigkeit sowie die optimalen Trainingsintensitäten bestimmen. Anhand Ihrer sportlichen Vorerfahrungen geben wir Ihnen praktische Tipps und Empfehlungen für die Umsetzung in der jeweiligen Sportart. Außerdem können wir durch eine Wiederholung der Laktat-Diagnostik Ihre Leistungsentwicklung feststellen und das Training hiernach wieder anpassen.

weiterlesen

Die Energie für die Muskulatur kann durch Zucker und Fettsäuren, in geringem Umfang auch durch Eiweiß bereitgestellt werden. Im Muskel werden diese Substrate gespalten und unter Sauerstoffzufuhr neben Kohlendioxid und Wasser die eigentliche Energie für die Kraftwerke der Muskelzellen, den Mitochondrien, freigesetzt. Dieser Vorgang wird aerobe Energiegewinnung genannt und findet vor allem in Ruhe und bei niedrig-intensiven körperlichen Aktivitäten statt.

Bei intensiven körperlichen Belastungen reicht die aerobe Energiebereitstellung aufgrund der langsamen Energieflussrate nicht mehr aus, so dass zunehmend die anaerobe Energiegewinnung, also ohne Sauerstoff- benötigt wird. Diese hat den Vorteil, dass sehr schnell eine hohe Energie im Muskel bereitgestellt werden kann. Der Nachteil ist die zunehmende Übersäuerung der Muskulatur, die letztendlich zum Belastungsabbruch zwingt; durch die Laktatbildung versucht der Körper diese Säurebelastung zu puffern.

Wir können die Laktatwerte im Blut durch wiederholte Abnahmen von Blutströpfchen aus dem Ohrläppchen messen. Laktat spiegelt somit sehr gut den muskulär-metabolischen Beanspruchungsgrad wider.

Ablauf der Laktatleistungsdiagnostik
Auf einem Fahrrad- oder Laufband-Ergometer werden anhand eines standardisierten Stufenprotokolls Stoffwechselreaktionen bei verschiedenen Belastungsintensitäten analysiert – mittels mehrerer Blutabnahmen und Messungen der Herzfrequenz.
Zunächst wird die Laktatkonzentration in Ruhe bestimmt. Dazu wird ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen. Danach beginnt die Belastung mit einem sehr geringen Widerstand bzw. einer langsamen Laufgeschwindigkeit. Im weiteren Verlauf der Untersuchung werden mehrere dreiminütige Belastungen mit zunehmender Intensität durchgeführt. Eine Laktatentnahme erfolgt am Ende jeder Belastungsstufe.
Beendet wird der Test bei subjektiver Ausbelastung oder beim Auftreten medizinischer Abbruchkriterien. Zur Analyse des Laktatabbaus in der Nachbelastung erfolgen anschließend in der Regel weitere Laktatabnahmen.

Wichtiges zur Vorbereitung auf die Leistungsdiagnostik:
Vor einer Leistungsdiagnostik sollte ein Sport-Check-Up mit ärztlicher Untersuchung nicht länger als 2 Jahre zurückliegen. Bei Fragen hierzu beraten wir Sie gerne.

2-3 Tage zuvor kein intensives oder umfangbetontes Training, einen Ruhetag vor der Untersuchung einplanen

1-2 Wochen vorher keine Wettkämpfe

Ernähren Sie sich kohlenhydratbetont und trinken Sie ausreichend

Zwei bis drei Stunden vor der Untersuchung sollten Sie keine Nahrung mehr zuführen, können aber gerne Wasser trinken

Bitte bringen Sie folgende Dinge zu Ihrem Termin mit:

  • Laufschuhe oder Radschuhe* (alternativ Sportschuhe) Wir freuen uns, wenn die Schuhe zuvor gereinigt wurden.
  • Sportbekleidung
  • Handtuch und Duschuntensilien

Ihre Leistungsdiagnostik dauert ca. 1 Stunde.

Hinweis für Radsportler: Bitte bringen Sie neben Ihren Radschuhen auch die Klickpedale mit– wir montieren diese (nur 15 mm- Maulschlüssel)

Sollten Sie bereits eine Leistungsdiagnostik in einem anderen Institut durchgeführt haben, bringen Sie diese Ergebnisse bitte mit. Das hilft uns einen Längsschnitt zu erstellen und Ihre individuelle Leistungsentwicklung zu beurteilen. Trainingsaufzeichnungen und/oder medizinische Vorbefunde können ebenso hilfreich sein. Um exakte Messergebnisse aus einer Laufband-Ergometrie zu erhalten, ist für Laufbandneulinge ein Laufbandtraining im Vorfeld anzuraten

Trainingsberatung
Sport Check-up

Sportmedizinische Vorsorgeuntersuchungen werden schon seit Jahren regelmäßig und verpflichtend bei Leistungssportlern vorgenommen. Das hat gute Gründe: Die Häufigkeit von Herz-Kreislauferkrankungen bis hin zum plötzlichen Herztod haben sich hierdurch deutlich reduziert.

Auch wenn diese Ereignisse glücklicherweise selten auftreten, sind sie doch in vielen Fällen vermeidbar, so dass wir -in Anlehnung an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin- Breiten- und Gesundheitssportlern eine fundierte sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung anbieten und ans Herz legen.

weiterlesen

Unser Vorsorgeuntersuchung Sport prüft Ihre Sporttauglichkeit; mithilfe der Untersuchungen können wir exakt Ihre Belastbarkeit feststellen und Krankheiten und bisher unbekannten Risikofaktoren erkennen.

Hieraus leiten wir allgemeine Trainings-empfehlungen ab und haben die Möglichkeit, Ihr persönliches Risiko günstig zu beeinflussen und einer Erkrankung wirksam vorzubeugen. Für eine differenzierte Trainingsberatung bieten wir zusätzlich eine Laktat-Leistungsdiagnostik an.

Unsere Aufgabe ist es, Ihnen ein sicheres und gesundes Training zu ermöglichen!

Leistungen

Bestandteil der Sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchung ist ein ausführliches Vorgespräch inklusive standardisiertem Fragebogen, eine körperliche Untersuchung, Ruhe-EKG sowie ein Belastungs-EKG, eine Lungenfunktion und eine Ultraschalluntersuchung von Ihrem Herzen (Echokardiographie). Im Abschlussgespräch werden die Ergebnisse im Detail erläutert und Behandlungsvorschläge erstellt.Empfehlung zu einer Sporttauglichkeitsuntersuchung
entspr. der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP)1:

  • Gesundheitssportler ab dem 35. Lebensjahr (Beginner, Wiedereinsteiger)
  • Ambitionierte Breitensportler mit Wettkampfteilnahme (z.B. Marathonteilnahme) oder Trainingsumfang > 6 Std./Woche
  • Breitensportler vor einer Leistungsdiagnostik zur Trainingsplanung
  • Gesundheitssportler mit Herz-Kreislauf-Krankheiten
  • Kinder und Jugendliche mit auffälligen Befunden
  • Sportarten mit besonderem Risiko

Literatur:
Löllgen H, Hansel J S 1-Leitlinie Vorsorgeuntersuchung im Sport. Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin (2007): www.dgsp.de/_downloads/allgemein/S1_Leitlinie.pdf.

Corrado D, Basso C, Pavei A, Michieli P, Schiavon M, Thiene G Trends in sudden cardiovascular death in young competitive athletes after implementation of a preparticipation screening program. JAMA 296 (2006) 1593 – 1601

PRÄVENTION

Immer früher leiden Menschen an vermeidbaren Zivilisationskrankheiten. Unser Ziel ist es Erkrankungen und Risiken für die Entstehung von Krankheiten frühzeitig zu erkennen und damit die körperliche und geistige Gesundheit lebenslang zu erhalten.
Mit unserem wissenschaftlich evaluierten Programm beurteilen wir genau Ihr Herz-Kreislauf-Risiko und geben Ihnen verständliche Empfehlungen dieses Risiko zu reduzieren und einer Erkrankung wirksam vorzubeugen.

Blutdruckmessung an Armen und Beinen mit Bestimmung der Gefäßelastizität
Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader und der Halsarterien
Spezielle Labordiagnostik
Verständliche und präzise individuelle Risikokalkulation mit Gesundheitsberatung
Gefäß Check-up

Gefäß-Check-Up VIVA-plus

Wir möchten Ihnen eine optimale Untersuchung zur Früherkennung von Gefäßerkrankungen wie zum Beispiel Schlaganfall, Herzinfarkt oder Durchblutungsstörungen an den Beinen anbieten.

Mit dem VIVAplus Untersuchungspaket haben wir – auf der Basis einer wissenschaftlich nachgewiesenen Methode – ein Programm zusammengestellt, das sich ideal ergänzt.

weiterlesen

Unter anderem wird eine Blutdruckmessung an den Oberarmen und Beinen durchgeführt sowie die Größe der Bauchschlagader vermessen. Zusätzlich beurteilen wir mit Ultraschall die Dicke der Halsschlager, bzw. erkennen, ob sich möglicherweise schon Ablagerungen in Form von „Plaques“ gebildet haben.
Mit diesen Untersuchungen erhalten wir detaillierte Informationen über Durchgängigkeit, Dicke und Elastizität des Gefäßsystems.

Auf Wunsch ergänzen wir die Untersuchungen mit einem Labor, das neben der (Früh-) Erkennung eines Diabetes mellitus auch die verschiedenen Formen einer Fettstoffwechselstörung nachweisen kann.

Die Untersuchung ist besonders empfehlenswert für Männer ab dem 65. Lebensjahr und für Frauen ab 65 Jahren die rauchen oder das Rauchen beendet haben. Aber auch jüngere Menschen profitieren von der Risikoanalyse.

Mit den Ergebnissen können wir Ihr kardiovaskuläres Risiko individuell einschätzen, als auch Ihnen klare Empfehlungen zur Prävention an die Hand geben.

Das Paket umfasst:

  • Ausführliche Anamnese inklusive Erfassung der kardiovaskulären Risikofaktoren
  • Körperliche Untersuchung inklusive Größe und Gewicht
  • Ruhe-EKG
  • Blutdruckmessung an beiden Oberarmen
  • Bestimmung des Knöchel-Arm-Index inklusive Pulswellengeschwindigkeit
  • Ultraschalluntersuchung der extrakraniellen hirnversorgenen Gefäße mit Messung der Intima-Media-Dicke
  • Ultraschalluntersuchung der Bauchaorta
  • Ggf. Labordiagnostik

Literatur:
Jes S Lindholt, Rikke Søgaard. Population screening and intervention for vascular disease in Danish men (VIVA): a randomised controlled trial. Lancet 2017; 390: 2256–65 Published Online August 28, 2017 http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(17)32250-X

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Videosprechstunde

Für Patienten mit weitem Anfahrtsweg, oder Mobilitätseinschränkungen bieten wir eine Videosprechstunde an. Die Terminvereinbarung hierzu kann durch die Praxisanmeldung, oder online über www.patientus.de erfolgen. Über die Internetseite des Anbieters erfahren Sie die technischen Voraussetzungen, die Sie dafür benötigen. 

Unser Dienstleister Patientus ist zertifizierter Videodienstanbieter gemäß Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag – Ärzte SGB V. Die Vorgaben der KBV und GKV zur technischen Sicherheit und zum Datenschutz werden erfüllt.